Wie du beim S.x länger durchhältst – ohne Druck, Tricks oder Stress
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Zu früh kommen beim S.x – Der vorzeitige Samenerguss
Fast jeder Mann kennt diesen Moment.
Der Sex fühlt sich gerade unglaublich gut an, vielleicht sogar ein bisschen zu gut, und während man eigentlich noch völlig im Moment versinken möchte, merkt man plötzlich: Gleich ist es so weit.
Sekunden später ist es vorbei. Zumindest glaubt man das.
Denn meistens ist nicht der frühe Orgasmus das eigentliche Problem, sondern das, was direkt danach im Kopf passiert:
Hat es ihr überhaupt gefallen? War das viel zu kurz? Ist sie jetzt enttäuscht? Und was denkt sie wohl von mir?
Plötzlich entschuldigt man sich für etwas, als hätte man gerade den ganzen Sex kaputt gemacht. Dabei kann es gut sein, dass die Partnerin die Situation überhaupt nicht so schlimm findet wie man selbst.
Wann ist „zu früh“ eigentlich wirklich zu früh?
Dafür gibt es keine Zeit, die für alle Menschen gilt.
Wenn beide nach wenigen Minuten zufrieden nebeneinanderliegen, war es schließlich nicht zu kurz. Wenn man dagegen eine halbe Stunde Sex hat und sich einer von beiden danach trotzdem nicht befriedigt fühlt, hat auch die längere Dauer nicht automatisch geholfen.
Natürlich möchte man als Mann trotzdem nicht schon kommen, bevor man überhaupt richtig angefangen hat. Man möchte den Sex genießen, verschiedene Dinge ausprobieren und auch der Partnerin zeigen, dass man sie begehrt und ihre Lust befriedigen möchte.
Dieser Wunsch ist völlig verständlich.
Schwierig wird es erst, wenn aus diesem Wunsch eine Angst entsteht. Denn wer schon Stunden vor dem Sex darüber nachdenkt, hoffentlich nicht wieder zu früh zu kommen, nimmt diesen Druck mit ins Bett. Während des Sex achtet man dann nicht mehr auf die Partnerin, ihre Bewegungen oder das eigene Verlangen, sondern nur noch auf die eine Frage:
Wie lange halte ich noch durch?
Und genau dadurch passiert häufig das, was man unbedingt verhindern wollte.
Mit aller Kraft nicht kommen zu wollen, macht den Sex nicht besser
Viele Männer suchen zuerst nach irgendeinem Trick.
Man erleichtert sich vorher selbst, drückt die Eichel zusammen, wechselt hektisch die Stellung oder versucht während des Sex an etwas möglichst Unerotisches zu denken.
Einzelne Techniken können in bestimmten Situationen helfen. Aber wenn du beim Sex gedanklich bei deiner Steuererklärung bist, nur damit du ein paar Minuten länger durchhältst, hast du dadurch nicht automatisch besseren Sex.
Das eigentliche Ziel sollte schließlich nicht sein, möglichst lange irgendwie weiterzumachen. Du willst den Moment genießen und dich dabei frei fühlen.
Je mehr man versucht, den eigenen Körper krampfhaft zu kontrollieren, desto angespannter wird man. Die Partnerin merkt meistens ebenfalls, wenn man mit den Gedanken völlig woanders ist. Aus etwas, das sich eigentlich leicht und leidenschaftlich anfühlen sollte, wird dann schnell eine kleine Prüfung, die man unbedingt bestehen möchte.
Dein Umgang damit macht den größten Unterschied
Früher zu kommen ist nicht automatisch peinlich. Unsicher und unangenehm wird die Situation meistens erst dann, wenn man selbst eine riesige Sache daraus macht.
Du musst dich nicht panisch entschuldigen oder so tun, als wäre nun alles vorbei. Du kannst deine Partnerin küssen, sie weiter berühren, eine kurze Pause machen und danach sehen, worauf ihr beide noch Lust habt.
Selbstbewusstsein bedeutet nicht, dass immer alles genau so funktioniert, wie man es geplant hat. Es bedeutet, dass man auch dann entspannt bleibt, wenn es einmal anders läuft.
Und dieses Selbstbewusstsein kommt nicht von heute auf morgen. Es wächst, wenn du dich traust, Wünsche auszusprechen, Fantasien zu zeigen und gemeinsam neue Dinge auszuprobieren. Natürlich immer so, dass ihr beide Lust darauf habt.
Je weniger Scham du dabei empfindest, desto weniger Platz bleibt für den Gedanken, etwas falsch machen zu können.
Schneller ist nicht automatisch besser
Viele Männer werden immer schneller, sobald der Sex intensiver wird. Das kann sich gut anfühlen, bringt einen aber natürlich auch schneller an den Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt.
Harter und leidenschaftlicher Sex muss nicht bedeuten, sich ohne Unterbrechung so schnell wie möglich zu bewegen.
Wechsle das Tempo. Werde zwischendurch langsamer und spüre bewusst, wie sich jede Bewegung anfühlt. Mach kurze Pausen, ohne die Nähe zu unterbrechen. Berühre deine Partnerin, küsse sie oder zieh sie enger an dich.
Diese Wechsel machen Sex häufig sogar intensiver. Dauerhaft das gleiche Tempo zu halten, wird dagegen irgendwann ziemlich vorhersehbar.
Dein Penis darf Pause machen – der Sex muss es nicht
Viele behandeln Sex so, als würde er in dem Moment pausieren, in dem der Penis gerade nicht im Einsatz ist. Dabei gibt es noch Hände, Mund, Berührungen und natürlich auch Sexspielzeug.
Nimm dir Zeit für ein intensives Vorspiel. Wechsle zwischendurch die Art, wie du deine Partnerin berührst. Wenn ihr beide das mögt, kannst du ihre Hand zu ihrer Klitoris führen und sie in das Spiel einbeziehen.
Das Gleiche gilt natürlich auch andersherum. Wenn deine Partnerin bei der Handarbeit zu schnell wird und dir das meiste schon vorher wegwedelt, darfst du sie ruhig etwas zügeln. Nimm ihre Hand, werde mit ihr gemeinsam langsamer oder sag ihr direkt, dass du gerade etwas Tempo herausnehmen möchtest.
Sei dabei aber so offen, dass sie versteht, warum du das machst. Ansonsten könnte sie glauben, dass dir ihre Berührungen nicht gefallen. Dabei ist wahrscheinlich genau das Gegenteil der Fall.
Eine kurze Pause ist kein Eingeständnis, dass du versagt hast. Du musst auch nicht heimlich versuchen, irgendwie Zeit zu gewinnen. Wenn du offen und selbstverständlich damit umgehst, wird deine Partnerin das sehr wahrscheinlich ebenfalls tun.
Und ganz nebenbei besteht guter Sex nicht daraus, dass ein Mann möglichst lange dieselbe Bewegung macht.
Lerne deinen Körper kennen
Jeder Mann hat Stellungen, Berührungen und Bewegungen, bei denen er schneller kommt. Gleichzeitig gibt es meistens Dinge, bei denen man deutlich länger entspannt bleiben kann.
Viele Männer kommen beispielsweise in der Doggystellung schneller. Wenn die Partnerin oben ist und das Tempo bestimmt, können sie sich dagegen besser zurücklehnen und länger genießen. Bei anderen Männern ist es genau andersherum.
Hier hilft nur, den eigenen Körper kennenzulernen und ehrlich darauf zu achten, was gerade passiert.
Wenn du merkst, dass du kurz davor bist, kannst du die Stellung wechseln oder das Tempo herausnehmen. Nicht hektisch und voller Panik, sondern weil Abwechslung ohnehin zu gutem Sex gehört.
Mit wachsendem Selbstbewusstsein wird dieses ständige Beobachten meistens weniger wichtig. Dann reagierst du automatisch auf deinen Körper, ohne währenddessen jede Bewegung analysieren zu müssen.
Notfalltipps für eine kleine Erholung
Wenn wirklich gar nichts anderes mehr etwas bringt, kannst du dir im Notfall auch eine kurze Erholung verschaffen.
„Ich muss kurz etwas trinken“ oder „Ich muss ganz kurz auf die Toilette“ geben dir einen Moment, um wieder etwas herunterzukommen und deine Gedanken zu sortieren.
Aber Achtung: Solche Unterbrechungen können im falschen Moment auch echte Stimmungskiller sein.
Wenn du mitten in einem besonders intensiven Moment plötzlich aufspringst und im Badezimmer verschwindest, wird sich deine Partnerin wahrscheinlich fragen, was gerade passiert ist. Diese kleinen Fluchten sollten deshalb keine Standardlösung werden.
Wenn du wirklich kurz raus musst, geh offen und entspannt damit um. Lass deine Partnerin nicht mit dem Gefühl zurück, dass du gerade vor ihr oder dem Sex flüchtest. Und wenn du wiederkommst, baue die Nähe langsam wieder auf, anstatt einfach dort weiterzumachen, wo ihr aufgehört habt.
Ein Orgasmus ist nicht zwangsläufig das Ende
Wer hat eigentlich festgelegt, dass der Sex vorbei sein muss, sobald der Mann gekommen ist?
Wenn dein Körper und dein Gefühl dir sagen, dass es noch weitergehen kann, dann mach weiter. Vielleicht brauchst du kurz Zeit. Vielleicht benutzt du erst einmal deine Hände oder deinen Mund. Vielleicht kommt deine Lust nach einer kleinen Pause wieder zurück.
Sex hat keine feste Reihenfolge, die man pflichtbewusst abarbeiten muss.
Vorspiel, Penetration, Orgasmus, Ende – so einfach muss es nicht ablaufen. Ihr könnt jederzeit wechseln, zurückgehen oder etwas völlig anderes machen.
Etwas Neues bringt dich aus dem Gedankenkarussell
Eine der besten Möglichkeiten, den eigenen Kopf umzulenken, ist etwas Neues auszuprobieren.
Der Unterschied zu einer erzwungenen Ablenkung ist, dass du nicht versuchst, den Sex gedanklich zu verlassen. Stattdessen beschäftigst du dich noch intensiver mit dem, was zwischen euch passiert.
Schau deiner Partnerin länger in die Augen. Berühre ihren Körper bewusster. Nimm dir Zeit für Stellen, die sonst kaum Aufmerksamkeit bekommen. Klatsch ihr spielerisch auf den Po und steigere dich langsam, wenn sie es mag.
Ihr könnt eine neue Stellung ausprobieren, ein Sexspielzeug dazunehmen, euch gegenseitig die Augen verbinden oder mit Fesseln spielen. Auch Hals, Ohren, Beine, Füße oder der Anus können interessante erogene Zonen sein.
Natürlich passt nicht alles zu jedem Menschen. Ihr müsst auch nicht plötzlich das komplette Schlafzimmer auf den Kopf stellen. Fangt mit etwas an, das euch beide neugierig macht.
Der Kopf beschäftigt sich dann nicht mehr ständig mit der Frage, wie lange du noch durchhältst. Stattdessen denkst du darüber nach, wie deine Partnerin reagiert und ob ihr gefällt, was du gerade machst.
Und genau dort sollten deine Gedanken beim Sex eigentlich sein.
Du musst nicht erraten, ob sie zufrieden ist
Viele Männer wollen unbedingt länger durchhalten, weil sie glauben, andernfalls ihre Partnerin nicht ausreichend befriedigen zu können.
Gleichzeitig haben viele Frauen Angst, nicht oder nicht schnell genug zum Orgasmus zu kommen. Auch sie denken dann möglicherweise, dass mit ihnen etwas nicht stimmt oder ihr Partner enttäuscht sein könnte.
Beide liegen nebeneinander, machen sich Gedanken und versuchen zu erraten, was der andere wohl denkt.
Dabei könnte man auch einfach miteinander sprechen.
Frag sie, was ihr gefallen hat. Frag sie, ob sie noch etwas möchte. Zeig ihr, dass ihre Lust dir wichtig ist, ohne aus dem Sex eine Leistungsbewertung zu machen.
Ein guter Orgasmus kann wunderschön sein. Trotzdem definiert sich guter Sex nicht ausschließlich darüber, ob beide im perfekten Moment gekommen sind.
Spannung, Verlangen, Nähe und die gemeinsame Erfahrung zählen genauso.
Selbstbewusstsein ist besser als jede Stoppuhr
Du kannst ein großartiger Sexpartner sein und trotzdem manchmal früher kommen, als du es eigentlich wolltest.
Entscheidend ist, wie frei du dich beim Sex fühlst. Traust du dich, Wünsche zu zeigen? Kannst du darüber lachen, wenn etwas nicht wie geplant funktioniert? Bleibst du bei deiner Partnerin oder bist du währenddessen nur mit deiner eigenen Leistung beschäftigt?
Je mehr du dir selbst vertraust, desto weniger Macht bekommt die Angst.
Das bedeutet nicht, dass Techniken, ein bewussteres Tempo oder bestimmte Stellungen nichts bringen. Sie können dir helfen. Aber sie funktionieren viel besser, wenn du sie nicht aus Panik einsetzt.
Genau aus diesem Gedanken ist LUSTSPIEL entstanden
Beim Sex sollte es nicht darum gehen, immer wieder das gleiche Programm möglichst fehlerfrei abzuarbeiten.
Es sollte ums Entdecken gehen.
Neue Impulse bringen euch auf Gedanken, auf die ihr im Alltag vielleicht nicht gekommen wärt. Sie verändern die Dynamik und nehmen beiden den Druck, allein für die nächste Idee verantwortlich zu sein.
Genau dafür habe ich LUSTSPIEL entwickelt.
Der Fokus soll weg von der Frage:
„Bin ich gut genug und halte ich lange genug durch?“
Und hin zu dem Gefühl:
„Wir erleben gerade gemeinsam unglaublich guten Sex.“
Denn wenn ihr neugierig aufeinander bleibt, euch zeigt, was euch gefällt, und nicht bei jeder kleinen Unsicherheit verkrampft, wird die genaue Dauer plötzlich viel weniger wichtig.
Früher zu kommen bedeutet nicht, dass du versagt hast. Es bedeutet auch nicht automatisch, dass deine Partnerin unzufrieden ist.
Bleib bei ihr. Bleib bei dir. Mach weiter, wenn ihr noch Lust habt, und sprich offen darüber, was euch gefällt.
Vielleicht fehlt dir am Ende kein geheimer Trick.
Vielleicht fehlt einfach nur etwas weniger Druck, etwas mehr Selbstbewusstsein und ein neuer Impuls.